.


2020-07-03

Wie alles begann…

Handarbeiten hat mich immer schon fasziniert. In der Grundschule gelernt, habe ich im Verlauf der Jahre immer wieder zu Häkel- oder Stricknadeln gegriffen und irgendetwas fabriziert. Tausend verschiedene Anfänge von Schals oder Ponchos, hauptsächlich.Irgendwann merkte ich, dass vor allem Häkeln mir hilft, mit meinen Depressionen umzugehen. Man kann im Bett oder auf der Couch liegen bleiben, der Kopf muss auch nicht viel tun und die Hände sindbeschäftigt. Mehr noch, man produziert etwas, stellt etwas her. Auch, wenn sonst nichts möglich war, man hat etwas getan. Und kann sogar sehen, was und wie viel man dann doch geschafft hat. Schönes sogar! Und das, wo die Depression doch etwas ganz anderes behauptete.

_________________________________________________________________________

Ziemlich genau Mitte 2019 befand ich mich mal wieder auf meinem Weg nach oben, begann wieder mit Häkeln und damit, auf mich selbst Rücksicht zu nehmen. Beobachtete, was mir gut tut und Kraft gibt und machte mehr davon. Gönnte mir Ruhe, wenn ich Ruhe brauchte und bemerkte, was Kraft kostete und machte weniger davon. Klingt so einfach. Ist es nicht. Aber das Häkeln tat mir gut und es ging mir besser. So viel besser, dass ich wieder etwas Sinnvolles tun wollte. Meine Arbeit fühlte sich absolut überflüssig an und Kraft, mich auf irgendeine andere Art zu engagieren hatte ich nicht. So begann der Denkprozess. Es verdeutlichte sich ziemlich schnell, dass ich das, was mir Kraft gab – häkeln – gerne mit etwas verbinden wollte, das anderen Menschen vielleicht auch Kraft geben konnte. Hier kommen wir wieder zur Selbstbeobachtung zurück. Durch diese Beobachtung habe ich gelernt, dass Wut und Hass zwar viel verändern können, aber auch übermäßig viel Kraft klauen. Liebehingegen, Verständnis und Optimismus schenken Kraft. Also eine Häkelei, die Liebe verbreitet. Die Grundidee der Gutmenschlein. Der Rest ist dann schnell erzählt. Es begann ein Prozess des Ausprobierens bis die Grundform eines Gutmenschleins feststand. Kleinere Änderungen / Verbesserungen wurden und werden immer wieder vorgenommen. Die Schriftzüge auf den Hinterköpfen variieren und sind auch manchmal nicht so opimistisch, da kannich nicht aus meiner Haut. Aber das Herz bleibt. Und wenn es die Welt mal wieder zu bunt treibt sind die Ohren der Gutmenschlein super geeignet, um den Stress wegzukneten. Die Essenz ist… Die Gutmenschlein sollen Liebe bringen. Wollen ihre Nachricht verbreiten. Wollen den Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen den Rücken stärken und zeigen, dass sie nicht allein sind. Die stille Form des Protests.

Gutmenschlein - 20:15:40 @ Die Gutmenschlein | Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.